[Gaming] Get Even

[Gaming] Get Even

3. Oktober 2018 0 Von Jan


Get Even | Release: 2017 | Entwickler: The Farm 51 | Publisher: Bandai Namco | Plattformen: PS4, Xbox One & PC



Eine Explosion. Ein entführtes Mädchen. Eine vergebliche Rettung. Ein Mann ohne Gedächtnis. Ein von Reue geplagter Geist. Neid. Liebe. Trauer.

Protagonist Cole Black erwacht zwei Tage nach der versuchten Rettung eines entführten Mädchens, ohne jegliche Erinnerungen auf dem Gelände einer scheinbar verlassenen Nervenheilanstalt. Über Monitore und Freisprechanlagen wird er von einem Mann namens Red genötigt an einer eher unfreiwilligen Virtual-Reality Therapie teilzunehmen. Mithilfe Der Pandora-Memory-Visualization Unit soll Black seine Erinnerungen erforschen und den Hintergründen der Entführung auf den Grund gehen.

Spielerisch ist Get Even relativ schwer zu beschreiben. Man erlebt die Geschichte komplett aus der First-Person Perspektive. Es gibt zwar auch einige Shooter und Stealth Passagen, der Fokus liegt jedoch stark auf den Ermittlungen und der intensiven Geschichte. Außerdem sollte man nicht zu zart besaitet, da vor allem beim durchstreifen des Asylums die Gruselatmosphäre nicht zu kurz kommt. Eine Abneigung dem Lesen gegenüber ist ebenfalls nicht von Vorteil.


Was macht Get Even also so besonders? Das ist wahrscheinlich der am schwersten vermittelbare Teil. Ohne Spoiler ist da nicht viel zu machen, aber ich versuchs mal.
Das Spiel hat ein abwechslungsreiches, nicht zwangsläufig perfektes Gameplay. Schafft es jedoch dieses sehr gut in Einklang mit der Geschichte zu bringen. Wesentlich wichtiger ist die komplexe und spannende Geschichte, welche die Charaktere erleben oder schon erlebt haben. Vor allem gefallen hat mir die Ausgestaltung der Welt und der Aufbau der Geschichte. Ein Vergleich mit Klassikern wie „Silent Hill 2“ ist sicherlich angemessen, da viele Kleinigkeiten in trivial erscheinenden Dingen versteckt sind, welche Aufschluss auf die Twists und Kniffe der Story geben. Als aufmerksamer Spieler/Leser kann man somit schon früh eigene Theorien und Vermutungen aufstellen und sich trotzdem überraschen lassen.
Der wichtigste Punkt für mich jedoch, welcher ein gutes Spiel zu einem „Meisterwerk“ macht und es somit von der Masse abhebt, ist die Kunst die im Spiel gefühlten Emotionen der Charaktere auf mich als Spieler zu übertragen. Es gibt wenige Spiele die das bisher vermochten, aber Get Even war eines von ihnen. Es gibt einige magische Momente welche noch kein anderes Spiel (Buch oder Film) bisher geschafft hat zu replizieren.

Und macht das Get Even jetzt zum perfekten Spiel? Mit Sicherheit nicht. Es ist auch kein Spiel für jedermann. Aber womöglich ist das der Grund warum es mich so berührt hat. Wer also außerhalb der gleichförmigen Spieleindustrie nach einem außergewöhnlichen Erlebnis und einer Geschichte die ans Herz geht sucht, sollte Get Even unbedingt einmal ausprobieren. Sein Geld ist es allenfalls wert!

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