[Kurzrezension] Anima: Schwarze Seele, weißes Herz

[Kurzrezension] Anima: Schwarze Seele, weißes Herz

24. August 2018 0 Von Shani


Für Abby ist es die schönste Zeit des Jahres: Jeden Sommer verbringt sie mit ihrer Familie die Ferien im Nationalpark Acadia. Doch diesmal wird die Idylle überschattet. Der zur Unterhaltung engagierte Magier Juspinn fasziniert die Feriengäste nicht nur mit seiner Show – er scheint sie zu manipulieren. Mit Schrecken muss Abby feststellen, wie sich ihre Familie und Freunde mehr und mehr zum Schlechten verändern. Besonders ihre Schwester Virginia ist auf einmal wie von Sinnen. Abby selbst spürt nicht nur die Anziehungskraft des Fremden, sondern auch die Gefahr, die von ihm ausgeht. Juspinn scheint auf der Suche zu sein – nach etwas, das nur sie ihm geben kann. 

Autorin: Kim Kestner | Verlag: Arena
(offizieller Klappentext)


Der erste Eindruck des Buches auf mich war eigentlich sehr gut. Das Cover hat mich angesprochen und es wirkte „dick“ und dadurch sehr inhaltsreich. Anschließend kam jedoch schon der erste Dämpfer. Beim Aufschlagen bemerkte ich, dass die Seiten sehr dick und eher spärlich bedruckt sind (große Schrift, großer Randabstand). Ein kurzer Blick auf die Seitenzahl am Ende des Buches bestätigte meine Befürchtung: Die Geschichte umfasst „nur“ 473 Seiten. Da ich mich auf ein längeres Buch gefreut hatte kam hiermit also schon die erste kleine Enttäuschung.

Beim Lesen bin ich dann aber doch recht gut ins Buch gestartet. Der Schreibstil hat mir gefallen und las sich flüssig. Auch die Charaktere haben schnell Sympathiepunkte bei mir gesammelt.

Bis ca. zur Hälfte hat mir das Buch sehr gut gefallen. Die Story schien zwar etwas hervorsehbar, aber ich konnte das große Ganze doch noch nicht durchschauen und war gespannt darauf was noch kommt. Abby war zwar phasenweise etwas nervig da ihre „Unschuld“ eher in extremer Naivität und Gutgläubigkeit ausartete.
Dann kam der Wendepunkt der Geschichte, an dem Abby hinter das Geheimnis von Juspinn kam. Ab diesem Zeitpunkt ging es für mich persönlich stark bergab. Die Story erschien mir lieblos dahin geklatscht. Jegliche Klischees wurden im negativen Sinne bedient, das Erzähltempo war viel zu schnell, Abbys charakterliche Veränderungen waren für mich nicht mehr nachvollziehbar, ebenso wenig wie die von Juspinn. Auch wenn ich grundsätzlich froh war als ich das Ende des Buches endlich erreicht hatte, blieben für mich doch noch einige Fragen offen, was für mich eher unbefriedigend war.

Alles in allem konnte der gute Start ins Buch die schlechte zweite Hälfte leider nicht auffangen weshalb es von mir nur 2,5 Sterne gibt und ich es in die Kategorie Urlaubsflirt einsortiere.




Habt ihr das Buch gelesen? Schreibt mir gerne euren Eindruck in die Kommentare.