[Rezension] Die Gabe der Könige

[Rezension] Die Gabe der Könige

11. März 2019 0 Von Shani

Die Gabe der Könige | Robin Hobb | Penhaligon Verlag | 608 Seiten | erhältlich als E-Book und Broschur

Er dient seinem König bis in den Tod – ein Meisterwerk voll Magie, Spannung und Emotionen.

Fitz ist ein Bastard, der Sohn eines Prinzen und eines Bauernmädchens. Doch schon in jungen Jahren nimmt ihn der König in seine Dienste. Noch ahnt Fitz nicht, was er für seine Treue aufgeben muss – seine Ehre, seine Liebe, sogar sein Leben! Denn die Intrigen bei Hofe sind mannigfaltig, und Fitz kann seine Augen nicht vor dem drohenden Unheil verschließen, das dem Reich droht. Doch da befiehlt ihm der König, genau das zu tun. Fitz muss sich entscheiden: Wird er gehorchen oder seinem eigenen Gewissen folgen?

(Original Klappentext)

Nach vielen Empfehlungen, waren meine Erwartungen an „Die Gabe der Könige“ relativ hoch. Der Start in die Geschichte fiel mir Anfangs trotz meiner Euphorie bedenklich schwer. Der Schreibstil von Robin Hobb ist zwar flüssig, aber auch super ausschweifend. Das und die Tatsache, dass Anfangs jedes übliche Fantasy-Klischee erfüllt wird, hat bei mir dafür gesorgt, dass ich im Buch nur schleppend vorankam.

Das Buch ist sehr charakterlastig, wobei die Stärke der Charaktere variiert. Wir lernen Burrich, den fürsorglichen Stallmeister, ein nettes Mädchen, in das man sich durchaus verlieben könnte, und eine Königsfamilie samt dem hofeigenen Assassinen kennen.

Besonders der König und seine Söhne werden charakterlich schon allein durch ihre Namen definiert (Listenreich, Veritas). Besser hätte ich es gefunden, wenn für die Charaktere etwas neutralere und undurchsichtigere Namen gewählt worden wären.

Ich konnte für keinen Charakter richtige Sympathien entwickeln. Besonders der Hauptcharakter Fitz ist eher nervig, weinerlich und dumm, was, wenn man sein Alter bedenkt zwar durchaus zum Charakter passt, aber auch echt nervt.

Einzig Burrich habe ich etwas ins Herz geschlossen, ansonsten waren mir in diesem Buch die Tiere lieber als die Menschen.

Auch die Antagonisten waren eher flach. Ihre Handlungen waren eindimensional und vorhersehbar und es wirkte auf, mich, dass ihre Taten nur dazu dienten den Plot voranzutreiben.

Einzig Cade, der Assassine und Mentor von Fitz, schien mit als Charakter real und gut ausgearbeitet und tatsächlich war Fitz Ausbildung zum Assassinen das Einzige, was mich bei diesem Buch am Ball gehalten hat und frischen Wind in die Handlung gebracht hat.

Das Ende, also die letzten 100 von 600 Seiten waren dann überraschend gut und actionreich und haben es für mich wieder etwas herausgerissen.

Einzig, das mir versichert wurde Teil 2 wäre besser und spannender und die Tatsache, dass ich bereits die komplette Reihe im Regal habe, wird der Grund sein in dieser Reihe weiter zu lesen, sonst hätte mich der Rest der Reihe aufgrund des eher schwachen Auftakts wohl nicht mehr gereizt. Von mir gibt es 3 Sterne und das Buch kommt in meine Kategorie Urlaubsflirt. Zwar liest sich das Buch nicht so leicht wie man sich einen Urlaubsflirt vorstellt, aber in alle anderen Kategorien passt das Buch noch weniger.