[Rezension] Die Geschichte der Bienen

[Rezension] Die Geschichte der Bienen

27. Februar 2019 1 Von Shani

Die Geschichte der Bienen | Maja Lunde | btb Verlag | 528 Seiten | erhältlich als Taschenbuch, gebundenes Buch und E-Book

England im Jahr 1852: Der Biologe und Samenhändler William kann seit Wochen das Bett nicht verlassen. Als Forscher sieht er sich gescheitert, sein Mentor Rahm hat sich abgewendet, und das Geschäft liegt brach. Doch dann kommt er auf eine Idee, die alles verändern könnte – die Idee für einen völlig neuartigen Bienenstock.

Ohio, USA im Jahr 2007: Der Imker George arbeitet hart für seinen Traum. Der Hof soll größer werden, sein Sohn Tom eines Tages übernehmen. Tom aber träumt vom Journalismus. Bis eines Tages das Unglaubliche geschieht: Die Bienen verschwinden.

China, im Jahr 2098: Die Arbeiterin Tao bestäubt von Hand Bäume, denn Bienen gibt es längst nicht mehr. Mehr als alles andere wünscht sie sich ein besseres Leben für ihren Sohn Wei-Wen. Als der jedoch einen mysteriösen Unfall hat, steht plötzlich alles auf dem Spiel: das Leben ihres Kindes und die Zukunft der Menschheit.

Wie alles mit allem zusammenhängt: Mitreißend und ergreifend erzählt Maja Lunde von Verlust und Hoffnung, vom Miteinander der Generationen und dem unsichtbaren Band zwischen der Geschichte der Menschen und der Geschichte der Bienen. Sie stellt einige der drängendsten Fragen unserer Zeit: Wie gehen wir um mit der Natur und ihren Geschöpfen? Welche Zukunft hinterlassen wir unseren Kindern? Wofür sind wir bereit zu kämpfen?

(Original Klappentext)

Bei der Geschichte der Bienen hatte ich tatsächlich überhaupt keine Ahnung, was mich in dem Buch erwartet, weshalb ich es immer auf die lange Bank geschoben hab. Jetzt habe ich es endlich gelesen und bin absolut begeistert.

Zunächst hat mich der spannende und flüssige Schreibstil überrascht. Als nächstes dann die Tatsache, dass dieses Buch einfach überhaupt nicht langatmig ist, obwohl eigentlich nicht viel passiert.

Das Buch erzählt die Geschichte von drei Familien, eine lebt in der Vergangenheit, eine in der Gegenwart und eine in der Zukunft. Und obwohl es völlig normale Familien sind, mit normalen Problemen und normalen Sorgen und mit ganz gewöhnlichen Charakteren, habe ich mit ihnen mitgefiebert, habe mich über ihre Verschrobenheit geärgert, habe mit ihnen gelitten, mit ihnen mitgefiebert und habe mit ihnen die Faszination für Bienen geteilt. Noch beeindruckender finde ich es, dass in diesem wunderbaren Roman dann auch noch ein so wichtiges Thema verpackt wurde, denn obwohl Bienen so klein und unscheinbar auf den ersten Blick sind, tragen sie eine unglaublich wichtige Rolle in der Natur, denn nichts funktioniert ohne Bienen und das wird einem durch dieses Buch nochmal besonders ins Gedächtnis gerufen. An dieser Stelle kann ich also eine riesige Buchempfehlung aussprechen und zwar nicht nur für absolute Ökos und Bienenfanatiker, denn das Buch hat trotz des ernsten Themas einen großartigen Unterhaltungswert und verdient für diese Kombination 5 Sterne und die Kategorie Traumprinz!