[Rezension] Eine wie wir

[Rezension] Eine wie wir

15. März 2019 1 Von Shani

Eine wie wir | Dana Mele | Arctis Verlag | 352 Seiten | erhältlich als E-Book und Broschur

Dieses Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Kay Donovan ist siebzehn und hat ihr Leben am Bates-Internat in Neuengland neu eingerichtet. Doch als ihre Clique die Mitschülerin Jessica Lane tot auffindet, ändert sich alles und Kays sorgsam konstruiertes Dasein beginnt zu bröckeln. Denn Jessica hat Kay einen verschlüsselten »Racheblog« hinterlassen, in dem nahezu alle verdächtigt werden, die etwas mit ihrem Tod zu tun haben könnten. Und Kay soll alle Betreffenden mit ihren Vergehen konfrontieren – tut sie dies nicht, würden alle anderen von Kays Geheimnis erfahren …

(Original Klappentext)

Als großer Fan von Tote Mädchen Lügen nicht und One of us is lying, konnte ich von „Eine wie wir“ von Dana Mele einfach nicht die Finger lassen.

Der Start ins Buch wurde mir durch den angenehmen, bildlichen Schreibstil sehr leicht gemacht und auch die Handlung war von der ersten Seite an spannend.

Im Fokus steht die Schülerin Kay, aus deren Perspektive auch durchgehend erzählt wird. Kay bekommt nach dem Tod ihrer Mitschülerin eine E-Mail zu einem rätselhaften Racheblog, der sie mit jeder neuen Aufgabe dazu zwingt eine andere beliebte Schülerin aus ihrem Freundeskreis bloß zu stellen. Der Preis dafür: Ihr eigenes Geheimnis bleibt gewahrt.

Schülerinnen bloß stellen ist für Kay aber nichts Neues, da sie und ihre Freundinnen in der Vergangenheit die Königinnen des Mobbings waren. Mir war besonders aus diesem Grund Kay als Charakter nicht sonderlich sympathisch. Beeindruckend fand ich aber dennoch ihren Wandel im Buch als sie realisierte, wie grausam und gemein sie war und dass niemand von Mobbing verschont bleibt.

Trotz der Innensicht von Kay bleiben dem Leser sogar viele ihrer eigenen Gedanken lange verborgen, wodurch einige Handlungsstränge erst später zum passenden Zeitpunkt aufgedeckt werden. Dadurch und durch das Netz aus Lügen, Mord und dunklen Geheimnissen, bleibt das Buch durchgehend spannend und fesselnd und war auch bis zum Ende hin, zumindest für mich, nicht gänzlich vorhersehbar.

Besonders die ständig verschwimmende Grenze von Täter und Opferrolle im Buch hat mich zum Nachdenken gebracht, weshalb in diesem Jugendroman eine durchaus wichtige Botschaft steckt, die gelesen werden muss.

„Eine wie wir“ und ich haben definitiv ein Match und es gibt von mir 4 Sterne.