[Rezension] Niemand wird sie finden

[Rezension] Niemand wird sie finden

17. Februar 2020 0 Von Shani

Niemand wird sie finden | Caleb Roehrig | cbj Verlag | 416 Seiten | erhältlich als E-Book und Broschur

Zwei können ein Geheimnis bewahren – wenn einer von beiden tot ist

Flynns Freundin January ist verschwunden. Die Polizei vermutet ein Verbrechen und stellt Fragen, die Flynn nicht beantworten kann. Alle Augen sind auf ihn gerichtet, schließlich war – ist – er ihr Freund und sie waren in der Nacht vor ihrem Verschwinden zusammen …

Ein grausamer Mord scheint die naheliegende Erklärung zu sein. Doch die Aussagen von Mitschülern und Freunden zeichnen ein völlig fremdes Bild von dem Mädchen, das Flynn so gut zu kennen glaubte. Er muss herausfinden, was mit January geschehen ist, ohne dabei zu verraten, dass er ebenfalls ein Geheimnis hat. Vor seinen Eltern. Vor seinen Freunden. Und vor allem vor sich selbst …

(Original Klappentext)

Schon der Klappentext des Buchs verspricht viel Spannung und genau so ist auch der Start ins Buch. Ich wurde quasi in die Handlung gesogen und schon der Beginn hat mir gute Unterhaltung geboten. Der Schreibstil von Caleb Roehrig ist flüssig und einnehmend, er ist sprachlich durchgehend jung und modern und somit sowohl passend für junge, als auch erwachsene Leser. Ich wurde beim Lesen hinein gezogen in den Sog der Ereignisse und habe mitgefiebert, was oder wer hinter dem Verschwinden von January steckt. Eine Teilschuld an meiner Begeisterung trägt definitiv auch Flynn, denn einen sympathischeren und authentischeren Hauptcharakter kann man als Autor wohl kaum entwerfen, auch wenn sein „Geheimnis“ für mich doch schon von Beginn an sehr durchschaubar war. Neben Flynn gibt es noch eine Vielzahl von anderen Charakteren, die zwar weniger im Vordergrund stehen, denen es aber dennoch nicht an Tiefe mangelt. Die Handlung ist insgesamt sehr gradlinig und leicht verfolgbar, zu teilen auch voraussehbar, beim Lesen merkt man davon aber wenig, da in der Erzählung ein ständiger Wechsel von Gegenwart und Rückblicken in die Vergangenheit erfolgt.

Auch wenn das Buch weniger verworren als ein Thriller für Erwachsene war, konnte es mich doch fesseln und vorzüglich unterhalten. Ich hatte mit diesem Jungendthriller ein Match und empfehle es bedenkenlos weiter an junge Leser und auch Erwachsene, die mal Lust auf etwas weniger anspruchsvolles haben.