[Rezension] Der Prinz der Elfen

[Rezension] Der Prinz der Elfen

Der Prinz der Elfen | Holly Black | cbt Verlag | 416 Seiten | erhältlich als E-Book und Print

Die Geschwister Hazel und Ben leben in dem Ort Fairfold, der an das magische Elfenreich grenzt. Seit Jahrzehnten steht dort, mitten im Wald von Fairfold, ein gläserner Sarg, in dem ein Elfenprinz schläft – von Touristen begafft und von der Bevölkerung argwöhnisch beäugt, auch wenn Hazel und Ben die alten Geschichten nicht glauben. Seit Kindertagen fühlen sie sich zu dem schlafenden Jungen magisch hingezogen, ihm vertrauen sie alle ihre Geheimnisse an. Inzwischen ist Hazel 16 und küsst immer neue Jungs, um die Leere in ihrem Herzen zu füllen. Doch als eines Tages der Sarg leer ist und der Prinz erwacht, werden die Geschwister in einen Machtkampf der Elfen gezogen. Hazel muss die Rolle annehmen, in die sie sich als Kind immer geträumt hat: als Ritter gegen ein dunkles Monster kämpfen …

(Original Klappentext)

Die Geschichte des Buches ist echt klasse. Die Idee Fantasy auf diese Weise in die reale Welt einzubauen habe ich so noch nicht gelesen. Der Schreibstil war für mich flüssig und leicht zu lesen. Die Geschichte wurde in der 3. Person geschrieben wodurch leider etwas Distanz zu den Charakteren geschaffen wurde. 
Dazu kommt, dass die Folklore des „kleinen Volkes“ super in die Geschichte eingebaut wurde. Die Elfen sind in diesem Buch nicht die schönen, wundersamen Wesen in die man sich ohne weiteres verliebt. Im Gegenteil. Sie sind etwas eitel, spielen gerne „Streiche“ die für sterbliche meist tödlich ausgehen und einige Charaktere sind sogar grausam und herzlos. Mir viel es sehr leicht Sympathien und Antipathien zu einzelnen Charakteren aufzubauen. Die Protagonistin Hazel hat einen starken Charakter. Sie ist mutig, willensstark und stürzt sich ohne zu zögern in das nächste Abenteuer. Auch Jack, Severin und Ben waren mir unglaublich sympathisch. Leider hat für mich trotzdem irgendwie der letzte „kick“ gefehlt um es zu einem absoluten Highlight zu machen.
Alles in allem ein sehr gelungenes Buch, das für mich in die Kategorie Match gehört und von mir 4 Sterne bekommt.