[Rezension] Suicide Forest

[Rezension] Suicide Forest

Suicide Forest | Jeremy Bates | Luzifer Verlag | 416 Seiten | erhältlich als E-Book und Print

Am Fuße des Mt. Fuji, ganz in der Nähe von Tokyo, liegt der Aokigahara Jukai.

Dieser weitläufige, dicht bewachsene Wald ist eines der schönsten urwüchsigen Gebiete Japans – und eines der berüchtigsten. Denn seit den 1960er Jahren gilt der Aokigahara als unheiliger Magnet für Selbstmörder. Ständig durchkämmen Polizeikräfte und die Feuerwehr den Wald auf der Suche nach Leichen, in dem pro Jahr bis zu 100 Menschen verschwinden. Die Behörden gehen jedoch von weitaus mehr Suizidfällen aus, die jedoch aufgrund der teilweise undurchdringlichen Vegetation des Waldes nicht gefunden werden können.

Der Legende nach sind diese uralten Wälder verflucht. Die Geister der Toten, die sich hier das Leben nahmen, finden keine Ruhe.

Als das schlechte Wetter eine Gruppe jugendlicher Abenteurer davon abhält, den Mt. Fuji zu besteigen, beschließen sie, für die Nacht ihr Lager im Aokigahara Jukai aufzuschlagen. Die Warnungen vor dem Bösen, das hier umgeht, halten alle für puren Aberglauben. Doch als am Morgen darauf einer von ihnen erhängt aufgefunden wird, beginnen die jungen Leute zu ahnen, dass an manchen Legenden mehr dran sein könnte, als man glauben möchte …

(Original Klappentext)

Jeremy Bates Schreibstil ist unglaublich fesselnd. An manchen Stellen hat er mich an Stephen King erinnert, da auch er oft von der eigentlichen Geschichte abgeschwiffen ist. Dies hat dem Lesefluss allerdings kein Bein gestellt, da das Buch trotz den vielen Hintergrundinformationen trotzdem nicht langatmig wurde. Im Gegenteil: Die Charaktere bekamen dadurch eine unglaubliche Tiefe und wurde greifbarer für mich als Leser.

Als Mensch, der sich sehr gerne gruselt war ich am Anfang des Buches allerdings etwas enttäuscht, da es zwar irgendwie spannend war und ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte, aber bis ca. zur Hälfte des Buches nichts Gruseliges passiert ist. Ich habe mich richtig gefreut, als irgendwann endlich jemand gestorben ist. Ab dem Zeitpunkt ging es aber richtig los und das Buch wurde unvorhersehbar, spannend und zum Ende hin auch wirklich gruselig. Da war ich schon froh es tagsüber gelesen zu haben und nicht nachts alleine in meinem Bett.
Das Buch
gehört ab jetzt definitiv zu in die Kategorie Traumprinz und es gibt von mir 5 Sterne.